- Herausgegeben von: Praxisteam SaanoMed, Passau
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Inhalt · 6 Abschnitte
Um die tiefe Rückenmuskulatur geht es bei SaanoMed in Passau oft, weil wir mit POWERSPINE gezielt dafür trainieren. Viele haben davon gehört, wissen aber nicht genau, welche Muskeln gemeint sind.
Was ist die tiefe, autochthone Rückenmuskulatur?
Mit der tiefen, autochthonen Rückenmuskulatur sind die Muskeln gemeint, die direkt an der Wirbelsäule liegen. Sie verlaufen auf beiden Seiten vom Becken über den Brustkorb bis zum Kopf. Autochthon heißt so viel wie ortsständig. Gemeint ist, dass diese Muskeln dort entstehen, wo sie später auch liegen.
Fachleute teilen sie in einen inneren, tiefer liegenden und einen äußeren Strang. Zum inneren gehören kurze Muskeln zwischen den Wirbeln, etwa die Rotatoren und der Multifidus. Zum äußeren gehören längere Muskeln wie der Longissimus und der Iliocostalis. Zusammen nennt man sie oft Aufrichter der Wirbelsäule.
Über dieser Schicht liegen größere Muskeln wie der breite Rückenmuskel und der Trapezmuskel. Sie bewegen vor allem Schultern und Arme. Die tiefen Muskeln richten die Wirbelsäule auf und halten sie stabil.
Warum ist die tiefe Rückenmuskulatur schwer zu trainieren?
Die tiefe Rückenmuskulatur ist schwer gezielt zu trainieren, weil große Muskeln die Arbeit gern übernehmen. Wenn Sie sich aus dem Vorbeugen aufrichten, arbeiten vor allem Gesäß und Oberschenkelrückseite. Die kleinen Muskeln an der Wirbelsäule bekommen dabei wenig gezielte Arbeit.
Dazu kommt, dass man diese Muskeln kaum bewusst anspannen kann. Sie arbeiten meist im Hintergrund, beim Sitzen, Stehen und Tragen. Ein Training braucht deshalb Übungen, bei denen die Wirbelsäule langsam und kontrolliert bewegt oder gehalten wird.
Beim Aufrichten übernehmen Gesäß und Oberschenkelrückseite gern die Arbeit. Die tiefe Rückenmuskulatur erreichen Sie mit langsamen, kontrollierten Übungen.
Wie stärkt man die tiefe Rückenmuskulatur?
Die tiefe Rückenmuskulatur stärken Sie mit langsamen Übungen, bei denen Sie die Wirbelsäule gegen die Schwerkraft oder einen Widerstand aufrichten oder stabil halten. In der Physiotherapie gehören dazu Übungen im Vierfüßlerstand, in Bauchlage oder im Sitzen. Auf die saubere Ausführung kommt es dabei an.
Welche Übungen zu Ihrem Rücken passen, hängt von Ihren Beschwerden ab. Eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut zeigt Ihnen die Ausführung und korrigiert, bis die Bewegung sitzt. Danach können Sie zu Hause weiter üben, mit den Übungen, die Sie bei uns gelernt haben.
Bewegungstherapie gehört bei chronischen Kreuzschmerzen zu den Behandlungen, die die Nationale Versorgungsleitlinie empfiehlt (zuletzt gültige Fassung von 2017). Welche Form am besten wirkt, lässt sich laut Leitlinie nicht sagen. Kräftigung und Stabilisation sind eine Möglichkeit.
Wann sollten Sie vor dem Training zum Arzt gehen?
Vor dem Training sollten Sie Ihre Beschwerden ärztlich abklären lassen, wenn einer dieser Punkte zutrifft:
- Die Schmerzen strahlen ins Bein aus.
- Kribbeln oder Taubheit kommen dazu.
- Rückenschmerzen werden nach vier Wochen nicht besser, Beinschmerzen nach zwei Wochen nicht.
- Sie hatten einen Unfall oder eine Operation.
Diese Zeichen können auf eine ernste Nervenschädigung hinweisen und sind ein Notfall. Dann gehen Sie sofort zum Arzt oder in die Notaufnahme:
- Lähmungserscheinungen in den Beinen
- Störungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- ein Taubheitsgefühl im Gesäß oder zwischen den Beinen
Wie trainiert ein Gerät die tiefe Rückenmuskulatur?
Ein Trainingsgerät für die tiefe Rückenmuskulatur hält die großen Helfer still, damit die Muskeln an der Wirbelsäule arbeiten müssen. Das POWERSPINE back fixiert dazu das Becken. Sie sitzen im Gerät, Füße, Knie und Oberschenkel sind mit Fußbrett, Polster und Gurt gesichert.
Wenn Sie sich dann gegen den Widerstand aufrichten, kommt die Bewegung aus der Lendenwirbelsäule. Gesäß und Beine helfen kaum mit. Das Gerät trainiert nur diese eine Richtung, das Aufrichten. Drehen, Seitneigen und Beugen trainiert es nicht.
Für den Nacken gibt es das POWERSPINE neck. Dort sind Oberkörper und Schultern fixiert, trainiert werden die Nackenstrecker. Zu diesem Gerät gibt es bisher keine veröffentlichte Studie.
An beiden Geräten dauert die Belastung höchstens 150 Sekunden. Zu Beginn und am Ende einer Trainingsserie misst das Gerät Ihre Kraft. In einer Würzburger Studie mit dem Rückengerät haben Forschende auch den Multifidus im Ultraschall gemessen. Eine Vergleichsgruppe ohne Training hatte die Studie nicht.
So ist es bei SaanoMed in Passau
Bei SaanoMed am Schießstattweg in Passau gibt es beide Wege. In der Physiotherapie und der Krankengymnastik am Gerät üben Sie mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten, auch für zu Hause. Für das gezielte Gerätetraining der tiefen Rückenmuskulatur haben wir POWERSPINE-Geräte für Lenden- und Halswirbelsäule.
Wir bieten das POWERSPINE-Concept erstmals und einmalig in Stadt und Landkreis Passau, sowie in Niederbayern an, laut Standortliste des Herstellers (Stand Oktober 2026). Speziell ausgebildete Therapeuten überwachen das Training im Verhältnis 1:1. Ob es für Sie passt, klären wir vorab im Gespräch und mit den Ärzten im Haus.
Für gesetzlich Versicherte ist POWERSPINE eine Selbstzahlerleistung. Den aktuellen Preis bei SaanoMed nennen wir Ihnen am Telefon unter 0851 - 96 69 51 22.
Wie das Training an den Geräten bei uns abläuft, steht auf der Seite POWERSPINE-Concept in Passau.
Häufige Fragen dazu
Welche Muskeln gehören zur tiefen Rückenmuskulatur?
Zur tiefen, autochthonen Rückenmuskulatur gehören die Muskeln, die direkt an der Wirbelsäule liegen und vom Becken bis zum Kopf reichen. Dazu zählen zum Beispiel der Multifidus, die Rotatoren und die kurzen Nackenmuskeln.
Kann man die tiefe Rückenmuskulatur zu Hause trainieren?
Ja, mit Übungen, bei denen Sie die Wirbelsäule langsam und kontrolliert stabil halten. Welche Übungen zu Ihrem Rücken passen, zeigt Ihnen am besten eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut.
Warum wird beim Rückentraining am Gerät das Becken fixiert?
Beim Aufrichten des Oberkörpers arbeiten sonst vor allem Gesäß und Oberschenkelrückseite. Ist das Becken fixiert, kommt die Bewegung aus der Lendenwirbelsäule, und die Muskeln direkt an der Wirbelsäule müssen die Arbeit machen.
Trainiert POWERSPINE auch Drehung und Seitneigung?
Nein. Beide POWERSPINE-Geräte trainieren das Aufrichten, also die Streckung der Lenden- oder Halswirbelsäule. Drehen, Seitneigen und Beugen gehören nicht zum Konzept.
Quellen, Stand 12. Oktober 2026
- Wikipedia: Autochthone Rückenmuskulatur (Anatomie)de.wikipedia.org
- Powerspine GmbH: Produkt und Ablaufpowerspine.eu
- Domokos et al. 2025, Scientific Reports: Training an POWERSPINE back, Multifidus im Ultraschall (PMC)pmc.ncbi.nlm.nih.gov
- Nationale Versorgungsleitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz, 2. Auflage 2017 (Archiv)leitlinien.de
- Movendus Nord: POWERSPINE, warum Rückenstrecker im Studio vor allem Gesäß und Beine trainierenmovendus-nord.de
- gesundheitsinformation.de (IQWiG): Bandscheibenvorfall, Warnzeichengesundheitsinformation.de